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Foto: Blutspendedienst des BRK, https://www.blutspendedienst.com

In der modernen Medizin wird das Blut aus einer Blutspende nicht mehr in seinem natürlichen Zustand verabreicht, sondern zuvor in seine wesentlichen Bestandteile aufgeteilt. Das gespendete Blut kann so mehrfach und auf verschiedene Weise kranken und verletzten Menschen helfen. Der Patient bekommt immer nur den Teil des Blutes, den er für seine Genesung braucht. Nach der Spende wird der rote Lebenssaft nach neuestem Stand der Wissenschaft und Technik untersucht. Zeitgleich wird die Vollblutspende in verschiedene Komponenten aufgeteilt. Daraus können zwei bis drei verschiedene Präparate gewonnen werden:

Die Blutpräparate

Erythrozytenkonzentrate

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(c) BRK-Blutspendedienst

(Konzentrat aus roten Blutkörperchen), die den Sauerstoff-transport im Blut regulieren. Dieses Präparat wird z.B. bei einem plötzlichen Blutverlust bei einem Unfall, im Rahmen von Operationen oder bei Blutarmut (Anämie) eingesetzt.

 

Thrombozytenkonzentrate

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(c) BRK-Blutspendedienst

(Blutplättchen). Bei einem großen Mangel an Blutplättchen besteht eine hohe Blutungsgefahr. Dieses Präparat kommt sehr häufig bei Krebskranken während einer Chemotherapie zum Einsatz.

 

Plasmapräparate

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(c) BRK-Blutspendedienst

enthalten Stoffe, die für die Gerinnung des Blutes wichtig sind und Abwehrstoffe gegen Infektionen. Ein Mensch braucht Blutplasma, wenn er plötzlich viel Blut verloren hat oder an starken Verbrennungen oder einer Vergiftung leidet. Ein weiteres Einsatzgebiet liegt bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr. Mit Hilfe des Plasmas kann der Körper Infektionen abwehren. Aber auch bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, also bei der sogenannten Bluterkrankheit, werden Präparate auf Basis von Blutplasma benötigt.

 

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Foto: Blutspendedienst des BRK, https://www.blutspendedienst.com

Dafür wird das Blut verwendet

  • In Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutspenden für Krebspatienten, Unfallopfer oder Menschen mit gravierenden gesundheitlichen Problemen benötigt.
  • Besonders häufig werden Blutkonserven mit der Blutgruppe Null (insbesondere mit dem Rhesusfaktor negativ) benötigt.
  • Derzeit spenden in Bayern nur etwa 7% der Bevölkerung, aber jeder Dritte ist einmal in seinem Leben auf ein Blutprodukt angewiesen.
  • Statistisch gesehen, wird das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt.

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